Eine Plattform auf Basis menschlicher Bindehaut-Sphäroide für Entzündungs- und Augensicherheitstests
Ziel dieses Projekts ist die Entwicklung und Validierung eines skalierbaren, vollständig aus menschlichen Zellen bestehenden dreidimensionalen (3D) Konjunktival-Sphäroidmodells, das die Struktur und die Entzündungsreaktionen der menschlichen Augenoberfläche originalgetreu nachbildet. Das Modell kombiniert Stromazellen und Epithelzellen, um wesentliche Merkmale von gesundem und entzündetem Bindehautgewebe nachzubilden. Es soll zur Bewertung klinisch relevanter Entzündungsauslöser und zur Verbesserung der Augenverträglichkeitsprüfungen eingesetzt werden und letztlich zu einer zuverlässigeren präklinischen Forschung beitragen sowie dazu beitragen, den Bedarf an Tierversuchen zu verringern.
Projektleitung
Dr. Malik Salman Haider
Er studierte Pharmazie in Pakistan und promovierte 2022 an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Seine Forschung verbindet Biomaterialien, polymere Wirkstofffreisetzungssysteme, Hydrogele, Tissue Engineering und fortschrittliche, am Menschen orientierte Augenmodelle. Ein Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung dreidimensionaler In-vitro- und Ex-vivo-Modelle der Hornhaut, der Bindehaut sowie der Tränen- und Meibomdrüsen zur Untersuchung von Entzündungen, Fibrose, der Verabreichung von Augenmedikamenten und zur Sicherheitsprüfung. Dr. Haider koordiniert interdisziplinäre Forschungsprojekte, darunter geförderte Projekte zu Hornhaut-Bioreaktorsystemen, Glaskörperersatzstoffen, Systemen zur Verabreichung von Antimykotika und menschlichen Bindehaut-Sphäroidmodellen. Seine Arbeit zielt darauf ab, die physiologische Relevanz und den translationalen Wert der präklinischen Augenforschung zu verbessern und gleichzeitig zur Reduzierung von Tierversuchen beizutragen.