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Zwei neue Projekte in 2019

Zu Beginn des Jahres wurden zwei neue Projekte begonnen, drei andere werden weitergeführt.

Die Wissenschaftler um Herrn Dr. Benedikt Mothes im Zentrum für Medizinische Forschung der Universität Tübingen arbeiten and der Entwicklung von Trainingsmethoden für die realitätsnahe endoskopische Versorgung von gastrointestinalen Blutungen. Blutungen im Bauchraum stellen einen akut lebensbedrohenden Notfall dar, dessen Stillung bisher mangels brauchbarer Alternativen oft direkt am Patienten erlernt wird. Übungen am Tier sind aber ebenso ethisch fragwürdig, darüber hinaus unterscheiden sich die anatomischen Verhältnisse deutlich. Die bisher vorhandenen Modelle unterschiedlichster Art liefern ebenfalls unbefriedigende Ergebnisse. In diesem Projekt sollen Alternativen zum Tierversuch entwickelt werden, die den angehenden Chirurgen hinsichtlich Haptik, Optik und Anatomie ein möglichst realitätsnahes Training ermöglichen.

Die Aachener Forscherin PD Dr. Mahtab Nourbakhsh arbeitet an tierversuchesfreien Methoden für die Entwicklung neuer Behandlungsmethoden von Verbrennungen bei geriatrischen Patienten. Ältere Menschen sind einerseits wegen nachlassender motorischer Fähigkeiten anfälliger für Verbrennungen, andererseits verfügt die geriatrische Haut nicht mehr über die Regenerationsfähigkeit der Haut eines jüngeren Menschen und benötigen daher andere Therapien. Verbrennungsversuche an Tieren sind einerseits besonders grausam und können andererseits die besonderen Aspekte älterer Haut nicht abbilden. In diesem Projekt werden daher Verfahren weiterentwickelt, die die Verwendung von bei Operationen anfallender humaner Haut erlauben.

Ausführlichere Beschreibungen dieser und weiterer, bereits abgeschlossener Projekte der Stiftung set finden Sie in unserer Projektliste.