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Vier neue Projekte in 2020

Im Laufe des Jahres wurden vier neue Projekte begonnen. Die Forscherin...

Die Forscherin PD. Dr. Anja Wilmes sucht an der Freien Universität Amsterdam nach tierfreien Alternativen zu Matrigel. Das aus Mäusetumoren gewonnene Matrigel wird in fast allen Laboratorien verwendet, um Stammzellen im vitro zu kultivieren. Für die Gewinnung von Matrigel müssen Mäuse mit Sarkoma-Tumoren induziert werden. Das Gewicht des Tumors beträgt dabei bis zu 20% des gesamten Körpergewichtes der Maus, bevor diese letztendlich getötet wird. Die einzelnen Matrigel-Chargen sind untereinander oft nicht gut vergleichbar. Alternative Produkte könnten die wissenschaftliche Reproduzierbarkeit verbessern und Tierleid verringern.

Bakterielle Gewebeinfektionen stellen durch resistente Infektionskeime und dem Fehlen wirksamer Antibiotikaeine ernstzunehmende Gefahr dar. Deshalb werden dringend aussagekräftige Infektionsmodelle zur Aufklärung grundlagenspezifischer Fragestellungen benötigt. Bisher werden diese standardmäßig an Tiermodellen untersucht. Mit der Entwicklung eines robusten und universell einsetzbaren in vitro Modells eines bakteriellen Biofilms könnte die Frankfurter Pharmazeutin Prof. Dr. Maike Windbergs eine valide human-basierte Alternative zu Tierversuchen schaffen.

Ausführlichere Beschreibungen dieser und weiterer, bereits abgeschlossener Projekte der Stiftung set finden Sie in unserer Projektliste.