Detail

Dritter internationaler Experten-Workshop zu FBS-Alternativen

Mit Alternativen zum weithin als Supplement in der Zellkultur verwendeten fötalen Kälberserum (FBS, auch FCS) beschäftigte sich der dritte internationale Expertenworkshop zu diesem Thema, der im 2016 gemeinsam von der Stiftung set und der Akademie für Tierschutz durchgeführt wurde.

Im Sommer 2016 unterstützte die Stiftung set den dritten internationalen Expertenworkshop zum Ersatz von fötalem Kälberserum (FBS) in der Zellkultur, der in Zusammenarbeit mit der Akademie für Tierschutz in Neubiberg stattfand. Fötales Kälberserum wird bei der Schlachtung von trächtigen Rindern aus den dann noch lebenden Kälbern gewonnen und wird als Standard-Medium für die Kultivierung von Zellkulturen verwendet, weil es eine Vielzahl von Hormonen und Wachstumsfaktoren enthält, die zur Vermehrung der Zellen positiv beitragen. Naturgemäß ist FBS chemisch nicht definiert, zudem erfolgt seine Gewinnung oft außerhalb Europas und unter fragwürdigen Umständen.

Unter der Leitung von Prof. Gerhard Gstraunthaler (Universität Innsbruck) und Dr. Jan van der Valk (3Rs Center Utrecht) sowie Dr. Roman Kolar (Akademie für Tierschutz), tauschten sich Wissenschaftler aus Deutschland, dem Vereinigten Königreich, Österreich, den Niederlanden, Italien und den Vereinigten Staaten über den gegenwärtigen Stand der Entwicklung aus und berieten über die Möglichkeiten, Wissenschaftler weltweit von den Vorzügen eines geeigneteren, spezifischeren und wissenschaftlich definierten Nährmediums zu überzeugen und das umstrittene fötale Rinderserum großflächig abzulösen. Themen des Workshops waren aktuelle Forschungsergebnisse zu verschiedenen Alternativen zur Verwendung von FBS, Strategien zur Verbreitung des Wissens über diese Alternativen (z.B. über spezielle Datenbanken) sowie Empfehlungen zum weiteren Vorgehen.

Die Ergebnisse dieses Workshops wurden bereits anlässlich mehrerer Veranstaltungen präsentiert und nun auch erfolgreich bei ALTEX publiziert. Das PDF ist hier abrufbar.