Detail

Drei weitere Projekte in 2014

Durch die Hilfe der Stiftung set können drei neue Projekte zur Förderung von Alternativmethoden begonnen bzw. weitergeführt werden

In einer Kooperation der Augenkliniken der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Tübingen untersuchen Frau PD Dr. Stephanie Joachim und Herr Dr. Sven Schnichels die toxisch induzierte Zelldegeneration in einer organotypischen Kultur der Schweineretina. Bisher müssen für Untersuchungen von Degenerationserkrankungen an der Retina - wie z.B. Glaukom oder retinale Ischämie - eigens zu diesem Zweck gezüchtete Tiere verbraucht werden. In diesem Projekt werden dagegen Schweineaugen verwendet, die als Schlachtabfälle in der Lebensmittelindustrie anfallen. Diese haben auch den Vorteil, hinsichtlich Größe und Morphologie dem Menschenauge wesentlich ähnlicher zu sein als die üblicherweise verwendeten Nageraugen. Ziel ist, diese Methode als Screening-Modell für neue Therapieverfahren zu etablieren.

Die Wissenschaftler um Frau Dr. Sandra Halwachs an der Universität Leipzig arbeiten and der Entwicklung eines neuen In-vitro-Modells der laktierenden bovinen Milchdrüse. Damit soll die potentielle Anreicherung von Fremdsubstanzen in der Trinkmilch überwacht werden. Entsprechende sehr aufwändige Untersuchungen an Wiederkäuern sind gesetzlich vorgeschrieben. Durch Vorversuche mit diesem neuen Verfahren könnte zukünftig die Anzahl der dafür notwendigen Tierversuche reduziert werden.

Das Projekt "Etablierung und Charakterisierung eines In-vitro-Hautmodells der atopischen Dermatitis" von Frau Dr. Sarah Küchler und Frau Leonie Wallmeyer an der FU Berlin wird weitergeführt. Auslöser und Therapie der atopischen Dermatitis (= Neurodermitis) bedürfen weiter ausführlicher Forschung. Durch dieses Modell sollen die sonst dafür notwendigen Versuche an Tieren reduziert werden.

Weitere Projekte der Stiftung set finden Sie in unserer Projektliste.