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Drei neue Projekte in 2016

Auch in 2016 fördert die Stiftung set drei neue Projekte. Zwei weitere Projekte aus den Vorjahren können weitergeführt werden.

Die Wissenschaftler PD. Dr. Winfried Neuhaus vom Austrian Institute of Technology in Wien und Dr. Marco Metzger vom Translationszentrum Würzburg haben sich die Optimierung eines zukünftigen Standard-in-vitro-Modells der humanen Blut-Hirn-Schranke zum Ziel gesetzt. Damit sollen die bisher bestehenden in-vitro-Modelle substitutiert werden, die nur über eine eingeschränkte Barrierefunktion verfügen und somit nur begrenzt in der Lage sind, in-vivo-Studien zu ersetzen.

Das Projekt "Der biologische und mechanische Effekt der selektiven proinflammatorischen Zytokininhibition bei der degenerativen Bandscheibenerkrankung" von Herrn Dr. Gernot Lang am Universitätsklinikum Freiburg hat die Entwicklung eines Entzündungsmodells zur Simulation der Frühphase degenerativer Bandscheibenerkrankungen sowie die Evaluation der Wirkung spezifischer Zytokininhibitoren als potenzielle Therapiealternative zum Ziel. Die Experimente werden in vitro in einem Organkultursystem durchgeführt, in dem Bandscheiben unter entzündungsfördernden Bedingungen einer zerstörerischen dynamischen Belastung ausgesetzt werden.

Bereits zum Jahresanfang konnte das Projekt "Gentherapie der Lunge in vitro – den Einsatz transgener Tiere auf ein Minimum reduzieren" von der Arbeitsgruppe rund um Prof. Dr. Claus-Michael Lehr bei der PharmBioTec GmbH in Saarbrücken begonnen werden. Neue Therapieansätze zur Behandlung schwerer Lungenerkrankungen werden immer häufiger an gentechnisch veränderten Versuchstieren untersucht. Die Relevanz solcher Versuche für den menschlichen Körper ist dabei oft fragwürdig. In diesem Projekt soll mit humanen Systemen erforscht werden, wie sich eine Gentherapie der menschlichen Lunge in vitro nachstellen lässt, um den Einsatz von Tierversuchen in diesem schnell wachsenden Forschungsbereich zu reduzieren.

Die Projekte "Etablierung und Charakterisierung eines In-vitro-Hautmodells der atopischen Dermatitis" von Frau Dr. Sarah Küchler und Frau Leonie Wallmeyer an der FU Berlin werden sowie "Die toxisch induzierte Zelldegeneration in einer organotypischen Kultur der Schweineretina" von Frau PD Dr. Stephanie Joachim und Herr Dr. Sven Schnichels  von den Augenkliniken der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Tübingen werden weitergeführt.

Ausführlichere Beschreibungen dieser und weiterer, bereits abgeschlossener Projekte der Stiftung set finden Sie in unserer Projektliste.